Guten Tag, ich heiße Oskar - Oskar Gröhn.

Mein Herrchen Heiner und mein Frauchen Margot haben gesagt, dass man sich bei Verwandten, Freunden und Bekannten vorstellen muss, wenn man neu ist. Tu ich hiermit, auch wenn es mir noch schwer fällt.

Weiß nämlich noch nicht so genau, ob sich das überhaupt lohnt. Bisher wurde ich von einem zum anderen weiter gereicht. Erst war ich ohne zu Hause auf Gran Canaria. Dann hat man mich eingefangen und in eine Tötungsstation gebracht. Gott sei Dank hat mich dort eine nette Frau, die Michaela, gerettet und dafür gesorgt, dass ich nach Deutschland ausgeflogen wurde in eine Auffangstation.

Von dort hat mich dann eine Familie adoptiert. Mann, war ich froh!! Aber dann ...... Ich konnte sie wohl leiden, aber sie mich nachher nicht mehr.

Haben doch tatsächlich gesagt, ich sei dominant. Sehe ich so aus? Na, ja, sie haben mich dann nicht mehr gut behandelt und mich wieder verstoßen.
Jetzt war ich 8 Wochen bei Frau May, in einer netten Auffangstation im Westerwald. Da hatte ich es gut und klasse Hundefreunde und -freundinnen. Wollte gerne da bleiben. Konnte ich aber nicht für immer.

Nun haben mich heute meine neuen Eltern nach Hamminkeln geholt. Die haben mir zwar versprochen, dass sie meine Freunde sind und ich immer bei ihnen bleiben kann. Sie sind auch schon zwei Mal mit mir spazieren gegangen. War aufregend.
Aber weiß man denn als armer Hund, ob die Menschen ihr Versprechen halten? Bin z. Zt. noch nicht so überzeugt, obwohl die beiden und ihre großen Kinder einen ganz guten Eindruck auf mich machen. Aber man weiß ja nie!
Ich verhalte mich mal ganz ruhig. Bin auch ziemlich ängstlich, aber ich gebe die Hoffnung auf ein schönes Hundeleben nicht auf. Vielleicht lernen wir uns ja mal kennen, deshalb ist es besser, wenn ich mich heute auf jeden Fall schon mal vorstelle.
Mit einem vorsichtigen wau wau grüße ich euch - Oskar