Nur die, die vergessen sind, sind tot - Ihr werdet leben!

 

10. Januar 2007

 

Gerda

Liebe Gerda,

nur zwei Tage durftest Du bei uns sein, bevor Du morgens um 4.20 Uhr in Michaelas Armen für immer eingeschlafen bist.

Fast vier Wochen mußtest Du vorher krank in der Perrera sitzen. Gerne hätten wir Dich gleich zu Beginn schon von dort geholt - leider bekamen wir Dich aber nicht. Als Du dann am Montag endlich zu uns kamst, war Dein Gesundheitszustand schon sehr, sehr schlecht. Du bekamst kaum mehr Luft, warst total verschleimt, und alles, was Du gefressen hattest, mußtest Du gleich wieder erbrechen.

Michaela hat sich vom ersten Augenblick in Dich verliebt und hat alles erdenklich Mögliche getan, um Dich wieder aufzupäppeln. Am Dienstag Abend kam Heriberto, der Tierarzt, auch wieder, machte Michaela dann aber kaum mehr Hoffnung. Trotzdem bekamst Du noch Spritzen und Medikamente, und wir hofften so sehr, dass es Dir bald wieder besser gehen würde.

Leider sollte es aber wohl nicht sein.

Du warst ein solch liebes, tapferes Mädchen. Michaela hätte Dich gerne für sich selber behalten. Jetzt kannst Du Dir leider nur hinter der Regenbogenbrücke anschauen,wie Du bei Michaela hättest leben können.

Wir sind sehr, sehr traurig.

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30. Dezember 2006

 

Fideo

Lieber Fideo,

wir sind traurig - denn wir hätten Dir so sehr ein schönes Leben gewünscht!

Wer weiß, was Du vorher schon alles Schlimmes erleben mußtest. Im September erst hat Dich Esther zu uns gebracht. Sie hat Dich mit einem gebrochenen Beinchen gefunden. Kaum war dies einigermaßen verheilt, wurdest Du von einem vermeintlichen Rivalen "durchgeschüttelt" und bekamst kurz darauf auch noch bösen Husten.

Kaum war dies alles verheilt, schickten wir Dich zu Ilona nach Deutschland, damit Du ganz schnell DEINE Familie hättest finden können. Doch leider wollte es das Schicksal anders.

Blutuntersuchungen, die Ilona von Dir hat machen lassen, zeigten hochgradig Taxoplasmose und Babesiose an.
Tapfer ließest Du alle Behandlungen über Dich ergehen. Du wußtest sicher, dass wir Dir helfen und Dich gesund am Leben erhalten wollten.
Doch zuguterletzt erwischte Dich auch noch die Staupe. " Nur der liebe Gott hätte Dich noch retten können" , meinte der Tierarzt, als er Dich von Deinem Leiden endgültig erlösen mußte.

Der liebe Gott aber wollte Dich wohl lieber bei sich hinter der Regenbogenbrücke haben. Und das, obwohl Du doch noch nicht einmal zwei Jahre alt warst!
Daß es auf der Welt auch für Hundeseelen schön sein kann, durftest Du somit leider nie erleben. Umso mehr wünschen wir Dir nun ein ewiges Leben, ohne Krankheiten und mit vielen, vielen lieben Freunden.

Leb wohl, lieber, tapferer Fideo - wir hätten uns so gerne viel mehr für Dich gewünscht!

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19. November 2006

 

Triane

Liebe Triane,

heute vormittag um 11 Uhr fing für Dich ein neues Leben an. Ein Leben hinter der Regenbogenbrücke. Eines, in dem Du nie wieder Schmerzen haben mußt, wo Du wieder jung bist, spielen und toben kannst, und wo Du all diejenigen wiedersehen wirst, die vorher schon diesen Weg gegangen sind.

Fast drei Jahre warst Du bei Michaela. Im Januar 2004 wurdest Du bei ihr abgegeben. Da Du Dich im Zwinger ganz fürchterlich aufgeführt und enorm Krach gemacht hast, hat sie Dich ganz schnell zu sich ins Haus geholt. Aber auch da hast Du uns das Leben die ersten Monate ganz schön schwer gemacht. Du warst "zickig" ohne Ende, hast immer wieder völlig grundlos Deine Kollegen attackiert und hast insgesamt ganz schön für Unruhe gesorgt.
Aber Du warst halt auch damals schon nicht mehr die Jüngste - wir schätzten Dich auf 9 Jahre -, und all die vielen Veränderungen haben Dich bestimmt total durcheinander gebracht.
Nach einigen Monaten hattest Du Dich dann aber endlich ein bißchen beruhigt.

Gut - ein bißchen launisch warst Du ja bis zuletzt, aber das war eben "Deine persönliche Note". Und wenn Du nachts bei Michaela im Bett Deinen Platz ganz nah bei ihr gefunden hattest, war die Welt ohnehin immer in Ordnung.

Im Mai stellten wir bei Dir plötzlich einen Tumor fest. Erst noch recht klein, langsam aber immer größer werdend. Heriberto, der Tierarzt, riet aufgrund des hohen Risikos von einer Operation ab. Seither wußten wir aber, dass wir wohl bald von Dir Abschied nehmen müßten. Trotzdem fühltest Du Dich scheinbar wohl, hast auch das Sonderfutter, das Du bekamst, richtig genossen - und "herum gezickt" hast Du auch weiterhin wie eh und je.

Der Tumor wuchs langsam aber stetig, und leider bildeten sich auch wie befürchtet Metastasen. Ein weiterer Tumor begann, sich fast unmerklich in Deiner rechten "Achselhöhle" auszudehnen.

Heute morgen hat er Dir wohl sehr weh getan. Du strecktest Dein vorderes Beinchen weit vom Körper weg und konntest nur schlecht zu Deinem Futternapf laufen.

Wenn wir nur die geringste Hoffnung gehabt hätten, dass es Dir wieder besser gehen könnte, hätte Michaela Heriberto ganz bestimmt nicht angerufen . . .

Es ist schön für uns zu wissen, dass Deine letzte Erinnerung an diese Welt eine schöne Erinnerung ist. Du lagst auf Deiner geliebten Couch in Michaelas Arm. Sie hat Dich ganz fest gehalten, bis Du hinter der Regenbogenbrücke verschwunden bist.

Laß es Dir gut gehen, liebe Triane! Irgendwann treffen wir uns wieder in Deiner neuen Welt - dann ist alle Trauer vergessen und wir müssen nie wieder Abschied nehmen.

Du fehlst uns . . .

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7. August 2006

 

Chica

Liebe Chica,

Anfang Januar 2006 kamst Du zu uns. Dein Herrchen meinte, es sei für Dich nur "Urlaub" von ihm, bis er Wohnung und Arbeit gefunden hätte. Er hat sich nie wieder gemeldet . . .
Anfangs hast Du fürchterlich getrauert, Tag und Nacht geweint, bist am Tor hoch gesprungen und hast ihn gesucht. Doch nach einigen Tagen hast Du begriffen, dass er nicht mehr kommt und hast dann all Deine Liebe Karin geschenkt. Karin liebte Dich ebenso und hätte Dich bis zu Deinem letzten Atemzug bei sich im Haus behalten, wenn da nicht die Rudelchefin "Missy" gewesen wäre, die eifersüchtig wurde. Wegen deren bösen Beißattacken mußtest Du dann zu den Hofhunden bei Michaela, wo Du todunglücklich warst.
Täglich Karin zu sehen und doch nicht mit ihr nach Hause zu dürfen, war für Euch beide sehr schlimm, auch wenn sie mit Dir an den Strand gefahren ist und sich auch sonst ganz besonders um Dich gekümmert hat.

Du hast Dich wund gebissen, und auch das Futter wollte Dir nur noch schmecken, wenn Karin da war. Und dann wurdest Du auch noch richtig krank. Arthrose in der Hüfte, und besonders schlimm in der Wirbelsäule. Extra für Dich haben wir Medikamente aus Deutschland besorgt, die Dich wieder auf die Beine bringen sollten. Und Du durftest auch zu Michaela ins Haus. Du hattest mehr Privilegien als je ein anderer Hund zuvor. Aber all das war Dir egal. Du lagst den ganzen Tag ruhig auf der Couch auf der Terrasse, bis Karin kam. Dann erst lebtest Du auf.

Es schien so, als ob die Medikamente wirken würden. Gestern noch hat sich Karin riesig gefreut, weil Du ihr sogar den Ball gebracht hast und mit ihr spielen wolltest. Doch dann fingst Du plötzlich zu husten und zu erbrechen an. Da es dann aber kurz danach wieder aufhörte, dachten wir, Du hättest bloß an den Blättern irgendwelcher Büsche gekaut. Karin fuhr beruhigt nach Hause.

Doch in der Nacht ging es bei Dir erst richtig los. Erbrechen, fürchterlicher Durchfall. Am Morgen warst Du völlig schwach, so dass Michaela den Tierarzt holen mußte. Er erklärte ihr, dass Du auch schlimme Schmerzen haben müßtest. Die Medikamente, die für Deine Arthrose gut waren, haben den Magen angegriffen, so dass Du nun starke Magenkrämpfe hattest. Egal, was immer wir auch getan hätten - Du hättest immer leiden müssen!

Michaela wollte Dir dies ersparen und bat Heriberto, Dich zu erlösen.

Als Karin Dich nach der Arbeit besuchen wollte, warst Du nicht mehr da.
Nicht nur, aber ganz besonders für sie wirst Du immer ein absoluter und unvergeßlicher Traumhund bleiben. Es tut unendlich weh, Dich verloren zu haben. Der einzige Trost ist, zu wissen, dass es Dir jetzt gut geht . . .

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4. Juli 2006

 

Yaki

Lieber Yaki,

am 27. April 2004 holten wir Dich zusammen mit Deinem damaligen kleinen Freund Pipo aus einer Familie heraus. Sie hätte Euch ansonsten in die Tötungsstation gebracht . . .

Leider warst Du schon damals über 12 Jahre alt, und dann für einen Pudel auch noch ziemlich groß. Außerdem warst Du - gerade in der Anfangszeit - auch nicht unbedingt der Charmanteste *grins. Karin hast Du einmal ganz schön ins Handgelenk gebissen, als sie Dich am Halsband in den Zwinger zurück bringen wollte.
Ein richtig schönes "Hundeleben" in einer eigenen Familie durftest Du somit leider nie erleben.

Aber wir glauben, Du hast Dich später bei uns als "Hofhund" zusammen mit Deinen anderen Freunden recht wohl gefühlt. Bis auf die letzten paar Tage, an denen es so heiss war, hat Dir auch das gemeinsame Gassigehen immer viel Spaß gemacht - auch wenn wir halt ein bißchen langsamer waren als die anderen.

Und heute hast Du Dich ganz einfach davon geschlichen. Keiner hat Dir etwas angemerkt. Du lagst da, als ob Du schlafen würdest.

Wenn wir uns für Dich auch mehr gewünscht hätten - wir hoffen, wir konnten Dir die letzten zwei Jahre zeigen, dass es auch Menschen gibt, die Dich lieb haben. Wir vermissen Dich und wünschen Dir auf der anderen Seite der Regenbogenbrücke ein wundervolles Leben!

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21. Juni 2006

 

Dusty

Lieber Dusty,

am 1. Juni feierten wir Deinen 15. Geburtstag. Fast 15 Jahre warst Du Karin's "Kleiner". Sie hat Dich in Deutschland damals als todkranken Welpen bekommen.

Im September 2005 flogst Du mit ihr in eine neue Heimat - Gran Canaria. Schon seit ca. drei Jahren sahst und hörtest Du ziemlich schlecht. Beim Gassigehen mußte man deshalb immer sehr auf Dich aufpassen, damit Du den "Anschluß" nicht verpasstest. Die Leine aber war Dir ein absolutes Greuel . . .

Trotz allem Aufpassens ist es heute dann doch passiert. Innerhalb kürzester Zeit warst Du beim Gassigehen in den Barrancos plötzlich wie vom Erdboden verschluckt. Deine Fellfarbe machte eine sofortige intensive Suche nach Dir unwahrscheinlich schwer, da sie sich von den Barrancos kaum unterschied. Auch unsere insgesamt 20 anderen Haushunde, mit denen wir Dich tagelang suchten, konnten Dich nicht aufstöbern.

Unsere einzige Hoffnung ist, dass Dich jemand gefunden und mitgenommen hat. Und dass Dich derjenige einfach nicht mehr hergeben möchte - auch wenn er durch unsere Aushänge wissen müsste, dass wir Dich sehr vermissen.

Wenn Du aber nicht mehr lebst, wünschen wir uns von Herzen, dass Du nicht lange hast leiden müssen. Es tut uns unendlich weh, dass wir dann nicht bei Dir sein und Dir helfen konnten!

Für Karin wirst Du immer ihr "kleiner Dustyli" bleiben und sie wird immer hoffen, dass Du noch lebst . . .

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2. Juni 2006

 

Cindy

Liebe Cindy,

fast zweieinhalb Jahre warst Du bei uns. Im Januar 2004 haben Dich Dirk und Marion, die jedes Jahr nach Gran Canaria kommen, irgendwo halb verhungert gefunden und zu uns mitgebracht.
Wir schätzten Dich damals auf ungefähr 13 Jahre - leider schon zu alt für eine Chance, ein schönes Familienleben kennenzulernen.

Deshalb wurdest Du mit einigen Kollegen zu unserem "Hofhund", was den Vorteil hatte, dass Du zumindest in keinem Zwinger sein mußtest und auch die Möglichkeit hattest, mit uns allen gemeinsam Gassi zu gehen.

Ende letzten Jahres bemerkten wir, dass Du immer klappriger und schwächer wurdest. Das Aufstehen und auch das Gehen machte Dir Probleme. Wir haben überlegt, wie wir Dir Dein Leben besser gestalten könnten, aber wir wollten Dir einen Wechsel zu Karin ins Haus nicht mehr antun. Neue Umgebung, neue Kollegen - im Hof fühltest Du Dich wohl und kanntest Dich aus.

Weil Du immer mehr abgenommen hast, bekamst Du Sonderfutter, wir versuchten, Dich nochmal aufzupäppeln. Leider vergebens. Du mochtest nicht mehr fressen, und bist auch immer wieder zusammen geklappt, wenn Du Dich hinter uns her geschleppt hast, weil Du bei uns sein wolltest.

Als dann der Tierarzt wieder zu uns ins Haus kam, trugen wir Dich am Freitag auf die Terrasse und blieben bei Dir, bis Du für immer eingeschlafen bist.

Wir vermissen Dich - aber der Gedanke, dass es Dir jetzt echt und wirklich und absolut gut geht, tröstet ein bißchen.