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Abschied von Linda

09.08.2014

Linda war eine kleine Ratero-Hündin, die im September 2005 zu uns gekommen ist und leider nie vermittelt werden konnte. Fast 10 Jahre alt ist sie geworden, und wir hätten uns gewünscht, dass es trotz eines bösartigen Tumors noch einige weitere Jahre gewesen wären.

Linda am 28.07.14Linda am 28.07.14Linda mit Darko auf der CouchLinda mit Geraldino und JacomoLinda beim gemeinsamen Gassigehen

Liebe Linda,

heute fuhren wir zur Tierklinik, weil wir sahen, dass Du Schmerzen hattest. Seit April schon wußten wir, dass Du mindestens einen Tumor hattest, der inoperabel war. Er saß irgendwo zwischen Blase und Darm. Ein anderer, an Deiner Brust, wurde gar nicht erst noch weiter untersucht. Aber der eine war es, der Dir jetzt Dein Leben gekostet hat. Wir haben so sehr gehofft, dass Du trotz diesem Tumor vielleicht doch noch einige Jahre leben würdest. Du bist ja auch trotzdem immer noch gerne mit uns allen Gassi gegangen - Dein Essen hat Dir (fast immer) noch geschmeckt, aber Du hattest Schmerzen. Das haben wir gesehen.

Auch konntest Du Deine Blase nicht mehr kontrollieren. Nachts, wenn Du wie immer, bei Karin im Bett geschlafen hast, war das besonders deutlich. Aber allein das wäre nicht das schlimmste gewesen. Schließlich kannte Karin das von Dir schon von Euren ersten sechs gemeinsamen Jahren, als Du noch aus purem Protest ins Bett oder auf die Couch gepieselt hast. Aber zu sehen, dass Du selbst beim Fressen mit gekrümmten Rücken Schmerzen zu haben schienst, war der Grund, warum wir mit Dir heute wieder in die Klinik gefahren sind. Beim Ultraschall haben wir dann gesehen, wie sich der Tumor weiter ausgebreitet hat ...

Vielleicht hätten wir mit Antibiotika und Medikamenten den Abschied noch ein bißchen hinausschieben können. Aber wir wollten Dir weitere Schmerzen ersparen. War es zu früh, Linda? Hättest Du gerne noch ein paar Tage länger gelebt?

Nicht nur morgen, wenn Karin wieder mit ihrem Hunderudel Gassi geht, wird sie Dich ganz besonders vermissen. Du wirst Dich nicht wie sonst immer, bei ihrer Zigarettenpause, wenn alle anderen auf Geckojagd sind, unter ihrem Arm durchschieben und versuchen, Leckerles aus Karins Bauchtasche zu stehlen. Und auch heute Nacht, wenn alle im Bett sind, wird niemand mehr da sein, der böse knurrt, wenn Quincy auch noch ins Bett möchte.

Ach Linda, warum könnt Ihr Hunde nicht einfach nur einschlafen, wenn Ihr sterben müßt? Warum müssen immer wir Menschen solche Entscheidungen treffen? Es tut so unendlich weh! Uns bleibt leider nur zu hoffen, für Dich die richtige Entscheidung getroffen zu haben.

Leb wohl, kleine Linda! Wir, und ganz besonders Karin, werden Dich nie vergessen!


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